Ätherische Öle und Pranayama – sinnvolle Symbiose und wertvolle Ergänzung in der Aromapflege und Aromatherapie?

Ätherische Öle und Pranayama Atemtechniken werden vermutlich schon seit mehreren tausend Jahren erfolgreich zur Gesundheitsförderung und Therapie beim Menschen eingesetzt. Auf den ersten Blick haben moderne Aromapflege/ -therapie und uralte Atemtechniken aus dem yogischen System (Pranayama) keine Gemeinsamkeiten, es sind zwei grundsätzlich völlig unterschiedliche Methoden, deren Anwendungsbereiche sich aber bei genauerer Betrachtungsweise interessanterweise in sehr vielen Bereichen decken und ergänzen. Pranayama Atemübungen werden z.B. gezielt eingesetzt bei Belastungen des Nervensystems (Stress, Depression, Angst & Panik), Erkrankungen im Bereich der Atemtraktes, Problemen mit Kopfschmerz oder Migräne, Suchterkrankungen und Essstörungen – viele Bereiche, die auch schon seit Jahren durch die Aromatherapie erfolgreich begleitet werden. Bei der Verbindung beider Methoden ergibt sich eine sinnvolle Symbiose, da die Pranayama Atemtechniken die Inhalation gesundheitsfördernder Konzentrationen ätherischer Öle und ihre Verteilung in der Lunge verbessern und so die Aufnahme der ätherischen Öle optimieren können und die ätherischen Öle aufgrund ihrer Wirkungen andererseits das Anwendungsspektrum von Pranayama erweitern und die Effektivität der Atemübungen erhöhen können. Bei der Kombination von Pranayama und Aromatherapie können daher die aus der Verbindung beider Systeme entstehenden Synergieeffekte genutzt und in der Praxis effektiv zur Gesundheitsförderung oder Therapie eingesetzt werden.Die gezielte Zusammenführung von Pranayama und Aromatherapie ist eine neue Methode, deren Techniken eine sinnvolle Erweiterung der Aromapraxis darstellen und mittlerweile auch in einer zertifizierten Ausbildung (feelgut -PranArom®) erlernt werden können.

Dr. Doris Gansinger

Seit über 30 Jahren intensive Beschäftigung mit der Anwendung von Heilpflanzen bei Mensch und Tier. Studium der Veterinärmedizin an der Veterinärmedizinischen Universität Wien von Oktober 1984 bis Dezember 1990. Doktoratsstudium und Promotion zur Doktorin der Veterinärmedizin im Juni 1996. Phytotherapieausbildung im Rahmen des Studiums und des Praktikums am Institut für Angewandte Botanik und Pharmakognosie; während dieser Zeit Mitarbeit an einem Projekt unter der Leitung von Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Chlodwig Franz, das sich mit der Destillation und Vergleichsanalyse von ätherischen Ölen verschiedener Sortenlinien von Majoran befasste. Seit 1991 zahlreiche Fachartikel und Vorträge zum Thema Phytotherapie und funktionelle Pflanzenstoffe bei Tieren. Seit 2005 Mitglied beim Arbeitskreis „Phytovet“. Mitautorin beim Buch "Kräuter für Nutz und Heimtiere - Ratgeber für die Anwendung ausgewählter Heil- und Gewürzpflanzen"